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FIFO First in First out

23.07.2013 18:30
von Norbert Lammerts
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Das FIFO = First In – First out Verfahren wird unter anderem in den Bereichen Warenwirtschaft, Informatik und Produktionstechnik angewendet.

Im Bereich der Warenwirtschaft ist FIFO ein übliches Verfahren um sicher zu stellen das die ältesten bzw. zuerst eingelagerten Bestände auch wenn möglich zuerst verbraucht werden. Bei der Lagerung von Schüttgütern kann ein FIFO Verfahren nur annähernd durch die Verwendung eines Silo erfüllt werden. Für nicht verderbliche Schüttgüter hingegen wird die kostengünstigere Lagerung in Halden angewendet, die nur wieder von oben abgetragen werden können, also nach dem LIFO-Verfahren betrachtet werden.

Der Unterschied zwischen dem FIFO und dem LIFO Verfahren ist insbesondere für die Bestandsbewertung relevant.
Handelsrechtlich sind sowohl das FIFO- als auch das LIFO-Verfahren für die Bilanzierung zulässig (§ 256 Satz 1 HGB). Da jedoch lediglich LIFO steuerrechtlich angewendet werden darf (§ 6 Abs. 1 Nr. 2a EStG), ist dieses Verfahren in der Praxis weiter verbreitet.

Im Bereich der Informatik bezeichnet First In – First Out eine spezielle Art, Daten abzulegen und wieder abzurufen. Die Warteschlange (engl. Queue) in der Informatik beruht auf dem FIFO-Prinzip. Elemente werden in genau der Reihenfolge abgerufen, in der sie zuvor abgelegt wurden. Im Bereich von Betriebssystemen werden Datenverbindungen, die nach dem FIFO-Prinzip organisiert sind, Pipes genannt.

Im Bereich der Produktionstechnik/Produktionssteuerung wird FIFO verwendet, um zwei Prozesse miteinander zu verknüpfen.
Verknüpfen bedeutet in diesem Fall das der Nachfolgeprozess den Vorgängerprozess steuert, ohne dass zusätzliche Tools wie z.B. ein ERP-Tool (Enterprise Resource Planning) benötigt werden. Hintergrund ist, wie in der Definition schon erwähnt, dass jene Ware, die zuerst im Zulauf gelagert wird, auch als erstes verbraucht wird.

Die Lagerung der Ware bezieht sich allerdings nur auf kurze Zeiträume. In der Regel wird die Versorgungssicherheit der Nachfolgeprozesse sichergestellt, so dass diese keinen Stillstand erleiden. Angewendet wird diese Systematik, wenn der Lieferprozess schnellere Taktzeiten ausführt, als der Nachfolgeprozess und diese auch nicht direkt miteinander verkettet werden können oder wenn der Lieferprozess für mehrere Produkte benötigt wird.

Kurzübersicht der einzelnen Verfahren:

FCFS = First-Come First Server bezeichnet ein Verfahren der Speicherung, bei denen diejenigen Elemente,
die zuerst gespeichert wurden auch zuerst wieder aus dem Speicher entnommen werden.

LIFO = Last In – First Out bezeichnet ein Verfahren der Speicherung, bei denen diejenigen Elemente,
die zuerst gespeichert wurden zuletzt wieder aus dem Speicher entnommen werden.

HIFO = Highest In – First Out bezeichnet ein Verfahren der Speicherung, bei denen diejenigen Elemente
mit dem höchsten Wert zuerst entnommen werden.

LOFO = Lowest In – First Out bezeichnet ein Verfahren der Speicherung, bei denen diejenigen Elemente
mit dem niedrigsten Wert zuerst entnommen werden.

KIFO = Konzern In – First out bezeichnet ein Verfahren des Rechnungswesen bei denen die vom Konzernunternehmen
erworbenen Gegenstände zuerst verbrauch oder verkauft werden.

KILO = Konzern In – Last out bezeichnet ein Verfahren des Rechnungswesens bei denen die vom Konzernunternehmen
erworbenen Gegenstände zuletzt verbraucht oder verkauft werden.

FEFO = First Expired – First out bezeichnet ein Verfahren für Waren mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum bei dem die
Ware mit dem jüngstem Ablaufdatum bzw. die abgelaufene Ware zuerst ausgelagert wird.

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